Archiv | September 2015

18 (nasse) Kilometer

Am Donnerstag war es mal wieder soweit. Ein langer lauf war (nicht) geplant. Eigentlich stehen die langen Läufe immer Samstags an. Ich laufe sie zur Zeit Freitags und diese Woche war es Donnerstag. Ich war eigentlich sehr gut drauf vorbereitet und das wichtigste: Der Kopf war bereit für diesen langen Lauf.

Musik ins Ohr – Wasserflasche in die Hand – und ab geht. Nach ca. 6 Kilometern kamen dann ein paar Tropfen von oben. Noch stört es mich nicht und ich laufe weiter. Auch ein kurzer stärkerer Schauer macht mir nichts aus. Irgendwann hatte ich 8 Kilometer auf der Uhr, immer wieder mit einem kleinen Regenschauer gelaufen. Dann – plötzlich – öffnet der Himmel seine Pforten und es schien einfach nicht aufhören wollen zu regnen. Und ich, verlaufe mich. Ich wusste zwar wo ich bin. irgendwann war ich schon einmal dort gewesen, aber eben nicht zum Laufen – ich wusste also nicht wie ich zurück komme. Hilft ja nichts, weiter laufen. Irgendwie muss ich ja wieder nach Hause kommen. Mein erster Gedanke: UBahn oder Bus suchen. Mein zweiter Gedanke: Weiter laufen, sonst hol ich mir ne Erkältung. Mein dritter Gedanke: Lauf. Im Wettkampf brichst du wegen Regen auch nicht ab.

Irgendwann ist mir ein Radfahrer begegnet den ich gleich mal angehalten habe und der mir freundlicher weiße den Weg aus meinem Labyrinth gezeigt hat. Naja denkste. Ich hatte zwar wieder ein klein wenig Orientierung aber nicht ganz – bis ich dann den nächsten Radfahrer angehalten habe und die nette Lady mir erklärte dass ich zwar schon richtig bin aber in die falsche Richtung laufe. Also umdrehen. Unterwegs einen anderen harten Läufer angehalten der mir dann nocheinmal bestätigt hat dass ich richtig bin. Und meine App: 15 Kilometer,Mein Rekord lag bei 18,02 und nach Hause waren es noch 2 Kilometer.
Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen und ich wollte einen neuen Streckenrekord aufstellen. Also über einen kleinen Umweg nach Hause und die Zeit, die ich mit Gehpausen, Fluchpausen und Wegfragpausen verschwendet habe, habe ich am Ende wieder rein gelaufen.

Zu Hause ging es dann erst einmal unter die heiße Dusche, aus der dann ein heißes Bad wurde und sihe da: Ich lebe noch, ich bin gesund und ich habe die Regentaufe überstanden. nach zwei Tagen Laufpause geht es dann morgen weiter im Training. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten langen Lauf 🙂

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